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Mallorca

Serra de Tramuntana

Achtung: Wer auf Mallorca mit GPS arbeiten und die Koordinaten in die Karte übertragen möchte, darf nicht vergessen, das Kartenbezugssystem (auch Kartendatum genannt) in seinem GPS-Gerät einzustellen auf: European 1950. Wenn man das vergisst, stimmen die Koordinaten um einige 100 m nicht.

Ein Schwerpunkt meiner Wanderungen ist die Serra de Tramuntana auf Mallorca.

Es gibt 2 Mallorcas. Das eine ist der „Teutonengrill“ von El Arenal bis Paguera. Das andere ist das wanderbare Mallorca. Mir hat mal ein Wanderfreund gesagt: Ich kenne alle Inseln des Mittelmeeres, Mallorca ist die schönste. Bisher hat dieser Aussage noch niemand widersprochen. Wenn Sie Lust auf das wanderbare Mallorca haben, nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf.

Mit Wanderkarten war es früher schlecht bestellt. Nunmehr gibt es recht gute von Editorial Alpina im Maßstab 1 : 25.000, sogar mit einem kleinen mehrsprachigen Wanderführer, auch auf Deutsch: Mallorca Tramuntana Nord, Central und Sud. Erhältlich sind diese Karten beim Geocenter Stuttgart, bei Jürgen Schrieb www.karten-schrieb.de, www.MapFox.de/Spanien/Spanien nach Regionen/Balearen oder editorialalpina.com serie e25, dann anklicken: „English“, dann in der linken Spalte: „E-25“, unten dann die Seite 9 aufrufen. Auch auf Mallorca sind die Karten erhältlich. Leider endet die Karte Sud etwas südlich von Andratx, so dass sehr schöne Wege zwischen Sant Telm und Peguera fehlen. Die Karte Nord endet in Richtung Norden ein Stück nördlich von Pollença und in Richtung Osten direkt hinter Pollença, so dass die wunderschönen Wanderwege bei Sant Vicenç und auf der Halbinsel bei Alcudia fehlen. Dennoch sind die Karten für Wanderer, die nicht nur die ausgelatschten Wege gehen, unverzichtbar.2013 erschien sogar eine Karte im Maßstab 1 : 15.000 : Vall de Sóller. Diese Karte reicht im Norden bis zur Cala Tuent, im Osten hört sie kurz vorm Puig des Tossals Verds auf, im Süden sind noch Dejà, sa Galera und die Serra d'Alfabia Nord drauf und im Westen reicht sie bis zur Cala de Dejà.

Wanderführer gibt es mittlerweile in großer Anzahl. Das Internet informiert bestens.

Interessante und wertvolle Auskünfte auf Deutsch enthält die Seite unserer mallorquinischen Wanderfreunde Aina Escrivà und Jaume Tort: http://www.mallorca-camins.info/

Es besteht bereits ein 170 km langer Weitwanderweg, der GR 221 (GR = mallorquin / katalan: Gran Recorregut, spanisch: Gran Recorrido), La Ruta de Pedra en Sec, der Trockenmauerweg. Er führt von Port d'Antratx nach Pollença. Leider ist er noch nicht in Gänze begehbar, weil es die auf Mallorca bekannten Schwierigkeiten mit den Grundstückeigentümern gibt. Hierzu muss man wissen, dass die Insel zu mehr als 90% in Privatbesitz ist. Auch die Infrastruktur ist auch noch nicht fertig, d.h. es fehlen noch Etappenunterkünfte. Wanderführer: GR 221 Ruta de Pedra en Sec – Serra de Tramuntana, Verlag: Triangel Postals www.triangle.cat

Mittlerweile gib es einen weiteren Weitwanderweg, den GR 222 von Artà zum Kloster Lluc. Es gibt 2 Varianten zwischen Caimari und dem Kloster Lluc.

Die Streckenführung des GR 221 gefällt mir nicht ganz. Meine Ambition ist daher, zwei Wege längs durch die Serra zu „kreieren“, den einen über viele Gipfel, wie Galatzo, Teix, l'Ofre, Massanella, Tomir, usw., den anderen möglichst entlang der phantastisch wilden Küste und z.B. durch die berühmte Schlucht Torrent de Pareis. Das ist jedoch ein schwieriges Unternehmen. Siehe unter Gipfelweg-und-Kuestenweg. Den Gipfelweg habe ich erkundet und bin ihn mit meinem Wanderfreund Gerd im April/Mai 2013 gegangen. Siehe www.wander-mueller.de/Gipfelweg.html. Der Küstenweg ist ab sa Calobra Richtung Süden fertig. Die größten Schwierigkeiten bereitet der nördliche Teil. Man kann dort wegen des Vogelschutzes (Mönchsgeier) nur im Spätjahr wandern. Und es gibt teils überhaupt keine Wege. Ich hoffe, dass ich das Projekt nicht ganz aufgeben muss. Es wäre sehr schade, denn dieser Teil ist der einsamste mit dem garantiert intensivsten Naturerlebnis.

Infos zu: Geschichte, Sprachen, Schneehäuser 1, 2, Wachttürme, Kalkbrennöfen

Info zur Herstellung von Holzkohle: In der Tramuntana trifft man auf erstaunlich viele Kohlenmeilerplätze (Sitjas). Wozu brauchte man so viel Holzkohle? Die Erklärung ist ganz einfach. Der Köhler durfte nur alle 10 bis 12 Jahre zum selben Platz zurückkehren, da das Holz ja nachwachsen musste. Das Handwerk existierte bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, bis zum Import von Propangas. Es war eine harte Arbeit. Wenn der Meiler brannte, musste er Tag und Nacht kontrolliert werden, damit das Holz nicht zu brennen anfing. Daher war der Eingang der Köhlerhütte (Barraca) immer in Richtung Meilerplatz. Manche Köhler hatten auch einen Brotbackofen. Glücklich konnten sie sich schätzen, wenn sie einen Brunnen oder eine Quelle in der Nähe hatten. Verwendet wurde das Holz der Steineiche. Pro Saison standen etwa 2 qkm Waldgebiet zur Verfügung. Quelle: Dorothea und Paco Ponce: Mallorca, Zwei Mallorquiner zeigen ihre Heimat -Rund um Sóller-

Liköre: Am Hierbas kommt niemand vorbei. Dieser Kräuterlikör auf Anisbasis wird überall feilgeboten. Ich ziehe den trockenen, den secas, vor. Palo ist ein dunkler Kräuterlikör. Diese beiden von der Firma Tunel werden in Bunyola auf Mallorca hergestellt; sie schmecken besser als die anderer Firmen. Seit einiger Zeit gibt es auch einen feinen Orangenlikör, den Angel d'Or.

Für den Verein „Initiative der Weit- und Fernwanderer e.V.“ (I.W.F.) habe ich zwei Wanderwochen auf Mallorca organisiert. Siehe unter Wanderungen-im-Suedwesten. Ebenso für den Deutschen Apenverein, Sektion Neustadt an der Weinstraße. Siehe unter DAV-Wandern

Nachfolgend zur Einstimmung ein paar Fotos:



Oben: Im Torrent de Pareis
Unten: Kletterpartie im Torrent de Pareis








Oben: Im Torrent de Mortitx
Unten: Die Schafe auf Mallorca sind normalerweise sehr scheu. Dieses hier jedoch fraß mir den Keks nicht etwa aus der Hand, sondern sogar aus dem Mund







Oben: Die Naturschutzinsel Sa Dragonera. Im Vordergrund rechts das malerische Hafenstädtchen Sant Elm

Unten: Auf Mallorca gibt es viele verwilderte Ziegen







Oben: Das Los des Mallorca-Wanderers: Häufiges Klettern über Gatter. Positiv gesehen: Es macht Spaß, diese Hindernisse zu überwinden

Unten: Blick nach oben. Da hinauf geht’s auf der Südroute zum Puig de Massanella (1.365 m)