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Meine Weitwander-Ausrüstung
für die Pyrenäentour mit Gerd
mit Gewichtsangaben in Gramm
und erläuternden Anmerkungen
Rucksack + Inhalt
ohne Essen + Trinken
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55 L-Rucksack der Fa. Xtend, Modell „Up in the sky“ 1 |
1.590 |
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Funktionsunterwäsche: 2 kurze Unterhosen, 1 kurzärmeliges Unterhemd |
215 |
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1 dünnes Hemd mit langen Ärmeln 2 |
170 |
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1 Fleecehemd |
265 |
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2 Paar Wandersocken (Falke TK 1 +2) |
160 |
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1 Paar wasserfeste Sandalen 3 |
300 |
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1 warme Wanderhose |
510 |
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1 lange Unterhose |
145 |
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1 warme Fleecejacke |
525 |
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1 Regenüberhose4 |
235 |
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Atmungsaktive Regenjacke 5 |
260 |
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Poncho |
315 |
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1 Mütze |
75 |
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2 Stirnbänder (Schweißbänder) |
60 |
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Sitzkissen |
15 |
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Leichtsteigeisen für die Absätze6 |
210 |
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1,5 L Plastik-Trinkflasche leer mit Schutzhülle |
100 |
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(Hütten)-Schlafsack aus ägypt. Baumwolle (bei Larca erhältlich) mit Hülle |
265 |
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Zum Schlafsack zusammengenähte Wolldecke7 |
420 |
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Rettungsdecke als Unterlage und für den Notfall |
65 |
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Therm-A-Rest-Matte mit Packsack und Flickzeug8 |
685 |
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Ohrstöpsel mit Schächtelchen |
10 |
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5 Päckchen Papier-Taschentücher |
130 |
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Beutel für Toilettenartikel |
25 |
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1 kleines Handtuch, 7 Einmal-Waschlappen |
80 |
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Umweltfreundliches Seifenkonzentrat |
120 |
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Zahnbürste, Zahnzwischenraumbürsten, 1 Tube Zahnpasta (75 ml), Zahnstocher |
170 |
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Nagelschere, Nagelfeile, Ohrenputzer, Nähzeug |
40 |
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Klopapier |
80 |
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Sonnenschutzcreme Faktor 15 |
65 |
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Fenistil bei Insektenstichen |
15 |
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Voltarensalbe, Kyttabalsam, Hirschtalg, Bepanthensalbe, alles in kleinen Döschen |
70 |
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Bepanthen Augen- und Nasensalbe in der Tube |
10 |
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Franzbranntwein in kleinem Fläschchen |
55 |
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stabiles Brillenetui |
50 |
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Sonnenbrille mit Etui |
105 |
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Stirn-Lampe mit 3 Ersatzbatterien |
105 |
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Plastikdosen fürs Essen |
185 |
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Nahrungsergänzungsmittel (Mineralien und Vitamine) |
65 |
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Magnesium-Tabletten |
25 |
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Halstabletten |
25 |
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Salz und Pfeffer in kleinen Tütchen (z.B. bei Flügen erhältlich) |
15 |
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Reserve-Plastiktüten |
15 |
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Schnur + 5 Wäscheklammern |
50 |
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Adress- und Telefonverzeichnis |
5 |
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Tourenbuch und Kugelschreiber |
180 |
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Foto + 6 Filme + Reinigungsstäbchen für die Linse |
395 |
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Trinkbecher |
30 |
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Wanderführer9 |
290 |
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Sachen, die wir beide nur einfach brauchten, haben wir vom Gewicht her gesehen etwa gleichmäßig aufgeteilt. Gerd trug das Zelt10 außer Gestänge und Heringe + Esbit-Kocher, Geschirr, Bouillonwürfel, Kaffeepulver. Folgende Sachen wurden von mir getragen: Rucksack-Apotheke (Erste-Hilfe-Broschüre, div. Pflaster, kleine Rolle Heftpflaster, Leukotape, Compeed-Pflaster, Watte, Verbandpäckchen, Verbandtuch, 2 elastische Fixierbinden, Wundkompresse, elastische Binde, Bepanthen Wund- u. Heilsalbe, Isopropylalkohol 70%, Japanisches Heilpflanzenöl, Handschuhe, Beatmungstuch, Dreieckstuch, 2 Sicherheitsnadeln, Pinzette, Klammern, Schere, Muskatnuss11) |
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Gestänge und Heringe fürs Zelt |
545 |
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3-Liter Ortlieb Wassersack leer |
85 |
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Wanderkarten12 |
355 |
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GPS-Gerät mit 2 Ersatzbatterien |
195 |
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Kompass |
55 |
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kleine Lupe |
30 |
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Sturmstreichhölzer |
30 |
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Katadyn-Minifilter13 |
255 |
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10.955 |
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Kleidung am Körper
Funktionsunterwäsche, dünnes Hemd, lange leichte Zipphose, stufenlos verstellbarer Gürtel, Falke TK 2-Socken
Weitere Ausrüstung am Körper:
Uhr mit Höhenmesser, Schweizer-Messer, Geldbeutel mit EUROS, Personalausweis, AV-Ausweis, EC-Karte, Visa-Goldkarte, Krankenkassenkarte, Telefonkarten, Visitenkarten
Anmerkungen:
Das Rucksackgewicht ist einigen Schwankungen unterworfen. Durch Verbrauch und Hinzukauf wird der Rucksack naturgemäß leichter bzw. schwerer.
Dieser Rucksack ist ein Kompromiss. Er ist etwa 1 kg leichter als mein MacPac-Rucksack, trägt sich aber nicht so gut. Beim MacPac liegt mehr Gewicht auf der Hüfte. - Im Rucksack alles in Plastiktüten oder alles in eine große Plastiktüte.
Ich nehme nur langärmelige Hemden mit, die man ja hochkrempeln und bei Bedarf (Kälte oder zuviel Sonne) wieder herunterlassen kann.
Hüttenschuhe, ja oder nein? Ich habe leichte wasserfeste Sandalen dabei, die man als Hüttenschuhe benützen, notfalls für die Dusche oder auch mal für draußen, z.B. für eine Bachdurchquerung, anziehen kann. Barfuß durch einen Bach gehen, kann aufgrund der Steine sehr schmerzhaft sein, und es besteht eine Verletzungsgefahr.
Die Regenüberhose hatte ich in den Pyrenäen nicht ein einziges Mal angezogen. Ich werde sie künftig weglassen. Sie war auch dafür gedacht, sie nachts bei Kälte im Zelt anzuziehen. Aber dafür habe ich ja noch die lange Unterhose.
Ich habe mir die atmungsaktive Regenjacke von Vaude gekauft. Sie ist sehr einfach, hat nur eine Tasche und eine nicht einschlagbare Kapuze, aber sie ist extrem leicht, wind- und wasserdicht (25.000 mm Wassersäule!). Ich habe sie nur gegen Kälte und Wind angezogen. Bei Regen habe ich einen nicht atmungsaktiven Poncho übergestreift, so dass ich keinen Regenschutz für den Rucksack brauchte. Meinen atmungsaktiven Poncho (speziell für einen großen Rucksack geeignet) habe ich zu Hause gelassen, denn er war mir zu schwer. Sich zwischen Regenjacke und Poncho zu entscheiden, ist nicht einfach. Die Regenjacke hat den Nachteil, dass zwischen ihr und Rucksack (mit Regenschutz) das Wasser runterläuft. Ich habe schon erlebt, dass mein Rucksackinhalt ganz schön nass wurde. Wichtig, dass man die Sachen in Plastiktüten verpackt hat.
Diese Absatzeisen sind nicht das Wahre. Man kann sie leicht verlieren. Grödeln sind besser. Wenn man mit Stöcken geht, braucht man für Schnee- und Grasfelder keinen zusätzlichen Halt an den Schuhen.
Diese Wolldecke war nur eine (schlechte) Notlösung. Aber ein schwerer Schlafsack kam nicht in Frage, und die leichten, die ich ausprobiert hatte, waren mir zu eng. Nun habe ich einen passenden von McKinley gefunden, der allerdings incl. Packsack 230 gr schwerer ist als die Wolldecke. Nun schlüpfe ich also zuerst in den Baumwollschlafsack und dann in den neuen. Da ich künftig die Regenüberhose weglasse, gleicht sich das Gewicht wieder aus. Der Schlafsack geht allerdings im Comfort-Bereich nur bis +15°, im Extrembereich bis 0°C. Wenn man sich entsprechend anzieht (Zwiebelsystem), dürfte man m.E. bis 0° keine Probleme haben. Wer schnell friert, sollt sich jedoch einen wärmeren Schlafsack zulegen. Noch ein Tipp: Gegen kalte Füße hilft, den Strumpf nicht ganz hoch zu ziehen, so dass die Zehen vorne noch Luft haben. Notfalls 2 Paar Socken anziehen.
Die Therm-A-Rest-Matte ist zwar leicht, aber unbequem. Ich konnte auf ihr nur sehr schlecht schlafen. Daher habe ich mir nun eine aufblasbare Kaikkialla-Matte gekauft. Man liegt weicher auf ihr. Allerdings wiegt sie mit Packsack und Flickzeug 900 gr, also 215 gr mehr. Eine Schaumstoffmatte scheidet für mich aus, da sie zuviel Platz wegnimmt. Sie quer oben auf den Rucksack zu binden ist schlecht, weil sie hinderlich ist und man seitlich hängen bleiben kann. Außerdem passt dann der Poncho nicht mehr über den Rucksack. Die von mir bevorzugte Matte kann man seitlich am Rucksack anbringen. Auf der anderen Seite steckt die Trinkflasche in der Schutzhülle.
Gerd hatte den Joosten- und ich den Véron-Wanderführer dabei.
Zelt oder Biwaksack, das ist die Frage. Wenn man alleine geht, hat man durch das Zelt ein beachtenswertes Mehrgewicht. Mein Biwaksack wiegt 375 gr. Wenn ich die 545 gr allein für Gestänge und Heringe dagegenrechne, habe ich noch etwas Luft für weitere Dinge. Selbstverständlich muss man beachten, dass ein Ein-Mann-Zelt wesentlich leichter ist. Biwakieren im strömenden Regen ist sehr unangenehm. Aber es funktioniert, wenn man einen Biwaksack mit Kapuze hat. Allerdings kann man nicht auf dem Rücken schlafen, weil sonst das Wasser am Kopf hineinläuft. Die Schuhe stellt man unter den Rucksack, darüber Rucksacküberzug oder Poncho. Aber, das Zelt im strömenden Regen aufbauen, möchte ich auch nicht. Ein anderes Problem ist das vielerorts bestehende Camping-Verbot. Gilt es auch fürs Biwakieren? Ich denke schon, aber Biwakieren ist wesentlich unauffälliger. Außerdem, bei schönem Wetter ohne Zeltdach zu übernachten, ist ein tolles Naturerlebnis.
Bei Darmproblemen (z.B. Durchfall) hilft roher Knoblauch, später ganz trockenen Reis (oder ähnliches) mit etwas geriebener Muskatnuss essen.
Die Wanderkarten hatte ich ausgeschnitten. Dadurch haben wir immerhin 1,25 kg Gewicht gespart.
Kathadyn-Filter statt Mikropur-Tabletten. Das Pumpen ist zwar aufwändig, aber man hat sofort sauberes keimfreies Wasser ohne Chemie.
Ein
Wort über Wanderstöcke:
Zur Gelenkschonung, für
steile Schnee- und Grasfelder, gegen Ausrutschen und Stolpern und zur
Sicherung des Gleichgewichts sind Stöcke empfehlenswert. Wer
trittunsicher ist, sollte keinesfalls auf sie verzichten. Ich bin
bisher ohne gegangen. Stöcke haben auch Nachteile. Wer sie immer
benützt, verliert an Trittsicherheit und Gleichgewichtsgefühl.
Ich bin in den Pyrenäen einmal aus Unachtsamkeit ausgerutscht
und hingefallen. Das wäre mit Stöcken wahrscheinlich nicht
passiert. Aber man kann auch aufgrund von Stöcken hinfallen,
z.B. wenn man im Geröll hängenbleibt.
Diese Infos erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und optimale Richtigkeit. Sie sollen nur Anregungen geben. Die Liste beinhaltet meine persönliche Auswahl. Letztendlich muss jeder selbst wissen, was er mitnimmt. Wichtig ist bei großen Touren, das Gewicht so niedrig wie möglich zu halten.
Wenn ich bei der schwierigen Frage der Ausrüstung etwas weiterhelfen kann, freut es mich. Für Kritik, Anregungen usw. bin ich sehr dankbar. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.