Das Straßenbild von Zwerch- und Hintergasse wird geprägt von zwei- und dreigeschoßigen Häusern in nahezu geschlossener Bauweise mit massivem Erdgeschoß und meist Fachwerkobergeschoßen. Bei den älteren Häusern dominiert Giebelständigkeit (Giebel zur Straße hin), bei den jüngeren Traufständigkeit. Typisch für die damalige Bauweise war ein massives Erdgeschoß mit auskragenden (etwas vorspringenden) Fachwerkobergeschoßen. Man beachte die charakteristischen Torbögen. Ebenso typisch waren Hochkeller. Man erkennt sie an den ebenerdigen Kellertoren an der Straße. Der Grund war die ständige Hochwassergefahr. Schutzmaßnahmen wie heutzutage kannte man noch nicht. Oft sieht man Walmdächer (Halbwalm etc.) und spätere Veränderungen wie Ladeneinbau und Fenstererneuerungen etc. (oft 19. Jh.). Vielfach verbirgt sich hinter erneuerten Fassaden ein deutlich älteres Haus, wie beim Haus Hintergasse 40. Der Kernbau dieses Hauses hinter der unscheinbaren Fassade des mittleren 19. Jahrhunderts ist ein schmales Fachwerkhaus von 1426, was sich auf der Hausrückseite an der Fassade ablesen lässt.
   Zum Glück fiel die Hintergasse, wie Mittel-, Zwerch- und Metzgergasse, dem "Sanierungswahn" der 1970er Jahre nicht zum Opfer. In diesen Jahren nämlich erlitt Neustadt den größten Verlust an historischer Bausubstanz, weil die alten Bauten angeblich nicht mehr zu retten gewesen waren und durch hässliche, nicht ins Stadtbild passende Betonklötze ersetzt wurden. Auch die Hintergasse wäre abgerissen worden, wenn nicht Anfang der 1980er Jahre, wohl auch aus Geldmangel für solch große "Sanierungsmaßnahmen", ein Umdenken eingesetzt hätte, und man begann, die einzelnen Objekte zu retten. Heute gehört die Hintergasse zu den Vorzeigeobjekten einer jeden Stadtführung.
Die 1991 neu gepflasterte  Hintergasse hieß anfangs Lauergasse. Später erhielt sie den Namen Hintere Gasse, wodurch ihre Randlage ausgedrückt wurde. Sie verlief nahezu parallel zur östlichen Stadtmauer.
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